Nachfolge ist kein Automatismus. Sie ist eine Entscheidung.

Anfang 2025 hat meine Tochter Michelle im Unternehmen Löwen Personalservice GmbH die Position der Büroleiterin und Prokuristin übernommen.

Anfang 2025 hat meine Tochter Michelle im Unternehmen Löwen Personalservice GmbH die Position der Büroleiterin und Prokuristin übernommen.

Nicht, weil ich es erwartet hätten oder weil es „naheliegend“ war, sondern weil sie diese verantwortungsvolle Herausforderung bewusst an meiner Seite übernehmen wollte.

Was unsere Zusammenarbeit als Mutter-Tochter Gespann seitdem auszeichnet, ist eine sehr klare Rollenverteilung und genau darin liegt viel Stärke.

Ich bin oft die Person für Idee, Vision und Richtung.

Michelle ist diejenige, die strukturiert, sortiert und konsequent Schritt für Schritt zum Ergebnis führt und dabei alle Mitarbeiter mitnimmt.

Eines war mir von Anfang an wichtig. Führung wird niemandem in die Wiege gelegt. Auch nicht, wenn man die Tochter der Geschäftsführung ist.

Deshalb hat Michelle 2025 ein Persönlichkeitsseminar bei der SHP Potential AG begleitet, um sich selbst noch besser kennenzulernen, sich zu stärken und im Umgang mit unterschiedlichen Situationen und Mitarbeitertypen sicherer zu werden.

Diese Entwicklung spüren ich heute ganz konkret im Alltag. Meetings und Einzelgespräche mit internen und externen Mitarbeitern, die wir früher gemeinsam geführt haben, übernimmt sie inzwischen selbstsicher allein. Verhandlungen mit Dienstleistern liegen komplett in ihrer Verantwortung. Entscheidungen werden eigenständig getroffen und ebenso sauber kommuniziert und nachgehalten.

Das ist nicht „mitlaufen“, das ist Führung.

Für unser Unternehmen hat das einen großen Effekt. Unsere Aufgaben sind klarer verteilt, Prozesse werden stringenter, und ich merke, wie Michelle mir als Geschäftsführung spürbar Luft verschafft.

Wir arbeiten vertrauensvoll zusammen, denken immer häufiger in dieselbe Richtung und diskutieren auch intensiver, wenn es um Vorgehensweisen geht. Aber genau diese Diskussionen sind wertvoll, weil sie respektvoll bleiben und die Qualität am Ende besser machen.

Ich bin eine temperamentvolle geschäftsführende Mutter, da braucht es manchmal eine stabile Argumentationslinie, um mich zum Umdenken zu bewegen. Dass Michelle das kann, ist keine „Widersetzlichkeit“, sondern Stärke. Sie ist oft der Ruhepol von uns beiden und genau diese Balance tut dem Unternehmen gut.

Ich erwarte viel und weiß gleichzeitig, dass es um das leisten zu können, Erfahrung und kontinuierliche Weiterentwicklung braucht. Wenn ich zurückblicke, habe ich selbst einmal so angefangen.

Deshalb bin ich dankbar für Menschen, die mich weitergebracht haben und auch für die Fehler, die mich am meisten gelehrt haben.

Wir sind ein starkes Team. Ich bin überzeugt, dass da noch sehr viel gemeinsames Potenzial drinsteckt.